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28. April 2023
Redaktion
Fassadendämmung

Wegweisende Optik auf gedämmter Fassade

Wie ein großes Begrüßungsschild wirkt das siebenstöckige Bürogebäude M22. Dies ist neben seiner Lage direkt an der Hauptzufahrt zum Industriepark Kassel Mittelfeld der besonderen Fassade zu verdanken. Auf leuchtend blauem Hintergrund ist das orange-graue Markenzeichen des Industrieparks platziert. Nicht allein die kreative Farbtongestaltung mit Evocryl 200 ist neu, auch die Dämmung mit dem Wärmedämm-Verbundsystem Qju von Brillux darunter.
Alle Fotos: Brillux
Die Fassadenfläche in einem intensiven blauen Farbton ziert das Logo des Industrieparks Kassel Mittelfeld. Für die Farbtongestaltung kam Evocryl 200 mit TSR-Formel zum Einsatz. Hierdurch wird sichergestellt, dass sich die Fassade nicht so stark aufheizt – dadurch war die intensive Farbtonwahl möglich.

Der neue Slogan des Parks ist „Industrie weiter denken“ und bezieht sich auf die Vergangenheit und die Zukunft des Geländes. Industrie hat auf dem gut 600.000 Quadratmeter großen Areal Tradition. 1917 errichtete der einst bekannte Hersteller von Lokomotiven Henschel & Sohn hier eine umfangreiche Fertigung. Jetziger Eigentümer ist die Aroundtown Gruppe, die Sanierungsarbeiten auf dem Gelände vornahm. Viele bekannte nationale und internationale Industrieunternehmen haben im Industriepark inzwischen Standorte.

Effiziente Dämmung mit dem patentierten Qju-System

Architekt Rainer Pfromm aus Holzwickede übernahm die Planung zur Sanierung von M22, ein im Jahr 1973 errichtetes Bürogebäude am Henschelplatz 1. Diese sah unter anderem eine Dämmung der Fassade mit einer technisch und wirtschaftlich guten Lösung für die langen Fensterbänder sowie eine besondere Farbtongestaltung vor. Mit dem patentierten Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) Qju von Brillux hatten sowohl der Architekt als auch der beauftragte Verarbeiter, die ZD Bau GmbH aus Düsseldorf, bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. So ergab sich eine produktive Zusammenarbeit von Architekt Rainer Pfromm, dem Malerteam rund um Drazen Romic, Brillux Verkaufsberater Pierre Laforge und Jörg Grau, Technischer Berater bei Brillux, der das Projekt vor Ort betreute.

Als Herausforderung für die Fassadendämmung stellten sich zunächst die durchgehenden Fensterbänder heraus, für die insgesamt etwa 1.200 Meter Fensteranschlussprofile benötigt wurden. Da die Verwendung von Standardmaßen bei der Reihenanordnung der Fenster wirtschaftlich keine sinnvolle Lösung darstellte, entwickelte ZD Bau in Zusammenarbeit mit Brillux und dem Architekturbüro für die Fensterstürze und -laibungen präzise passende EPS-Formteile als Sonderanfertigung. Speziell für die Fensterstürze konzipierte das Team Profile mit besonders schräger Kante, damit Regenwasser schnell ablaufen kann. Unterhalb der Fenster wurden schmale Qju Dämmplatten 3871 angebracht.

Und noch eine objektspezifische Anpassung gab es: Im Vorher-Zustand des Baus verliefen die Fensterbänder in allen Etagen über die komplette Fassade. „Aus gestalterischen Gründen wurden diese durchgehenden Streifen auf der Frontfassade unterbrochen, indem mindestens ein Fenster pro Etage – an unterschiedlichen Positionen – mitverkleidet und damit quasi stillgelegt wurde. Hierdurch ergab sich ein aufgelockertes Bild und mehr durchgehende Fläche für die spätere Farbtongestaltung“, berichtet Pfromm.

Zügige Anbringung der Qju-Fassadendämmung

Nach vorbereitenden Arbeiten an der bestehenden Fassade wie die Fixierung von Bauteilen, baustatische Überprüfungen und die Reinigung brachten die Maler/-innen zunächst Lacryl Tiefgrund ELF 595 auf. Die Verklebung der Dämmplatten ist dank des Qju Klebeschaums 3700 einfach, sauber und ohne viel Gewicht tragen zu müssen, möglich – das Produkt ist in handlichen Sprühdosen enthalten und kann nach kurzem Schütteln direkt auf die Dämmplatten aufgebracht werden. Mithilfe der Qju Fixierungswinkel 3701 wurden die Dämmplatten fixiert, damit sich der Klebeschaum gleichmäßig hinter den Dämmplatten verteilt. Auch das in den Dämmplatten integrierte Nut- und Feder-System erleichterte die zügige Verarbeitung auf einer Fläche von insgesamt rund 2.000 Quadratmetern und bot planvolle Sicherheit. Als Oberputz verwendeten die Malerinnen und Maler Kratzputz Rausan KR K2 3516 für die Fläche sowie Rausan KR Feinputz 3530 für die hervorgehobenen Fensteranschlussprofile. Zunächst erhielten sämtliche Fensteranschlussprofile einen Anstrich mit Evocryl 200 in einem Weißton. Dann beschichteten die Maler/-innen die Fassade des Gebäudes im rationellen Airless-Verfahren mit Evocryl in einem intensiven Blauton. Die 100-Prozent-Reinacrylat-Fassadenfarbe erzielt durch die integrierte Evoflex-Technologie eine besonders wetterbeständige Oberfläche. „Dank der TSR-Formel reflektiert die Beschichtung bei Sonneneinstrahlung und vermindert das Aufheizen der Oberfläche“, sagt Brillux Verkaufsberater Pierre Laforge.

Fotos: Brillux
Die Rückseite des Gebäudes ist mit Evocryl 200 in einem blauen Intensivfarbton beschichtet. Durch die integrierte Evoflex-Technologie erzielt die 100-Prozent-Reinacrylat-Fassadenfarbe eine Infrarotreflexion und somit eine geringere thermische Aufheizung.

Logo-Anstrich auf der Fassade unterstreicht Verortung

Für die Farbgestaltung hatte der Architekt etwas Besonderes geplant: Das Markenzeichen des Industrieparks Kassel Mittelfeld sollte sich als Anstrich über mehrere Etagen der Frontfassade ziehen. Das maßstabsgenau vergrößerte Logo platzierten die Maler*innen mithilfe von Fixpunkten auf die Fassade und spannten Schnüre zur exakten Linienführung. Mit Evocryl übertrugen sie die Logofarben auf die Wand, wobei der vorgelagerte Baukörper des Eingangsbereichs geschickt mit einbezogen wurde.

„Das Ergebnis der Sanierung von M22 ist ein rundum gedämmtes Bürogebäude, das dank seiner Fassadengestaltung zudem ein besonderer optischer Blickfang im Eingangsbereich des Industrieparks ist“, sagt Romic. „Bei den Arbeiten gab es einige objektspezifische Besonderheiten für unser Team, aber gerade das machte es interessant.“ Architekt Rainer Pfromm fügt hinzu: „Bei diesem Objekt wirkten alle Beteiligten wunderbar zusammen, so, wie man sich das wünscht.“

Ann-Christine Czeppel

 

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Foto: kuraphoto/AdobeStock_428914080
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